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Ein "moderner sakraler Mehrzweckbau"
In
den mehr als hundert Jahren ihres Bestehens hat sich die Pauluskirche
äußerlich wenig verändert. Der Krieg ging mehr
oder weniger "an ihr vorbei", da die Bausubstanz nicht
beschädigt wurde.
Ende der 50er Jahre gab es eine erste Renovierung, bei der der
Altarraum erhöht und die Brüstungen der Emporen gesenkt
wurden, damit die Gemeinde nicht nur gut hören, sondern auch
gut sehen konnte. Die Akustik bereitete Probleme: für die
Musik schien sie geeigneter als für die Sprache.
Ende der 80er Jahre folgte die zweite Renovierung, wobei die Kirche
aufwändig von außen und innen restauriert wurde. Der
Innenraum veränderte sich dabei erheblich. Die Kanzel steht
seitdem "bodenständig" und thront nicht mehr über
den Gläubigen.
Außerdem entstanden Nebenräume, die eine Multifunktionalität
zulassen. So findet unter einer Seitenempore z.B. das "Warme
Essen" im Winter für Obdachlose und Bedürftige
Platz.
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Ferner werden die Räumlichkeiten für Sitzungen kirchlicher
und nichtkirchlicher Arbeitsgruppen genutzt. So sind die "Anonymen
Alkoholiker" regelmäßiger Gast und das Bezirksamt,
wenn einmal die Räume im Rathaus "ausgehen".
Zahlreiche Konzerte im Hauptschiff ergänzen die gottesdienstlichen
Feiern.
Die
Berliner Bachgesellschaft steht zudem seit ihrer Gründung
im Jahr 1974 als Garant für herausragende Kirchenmusik
an der Seite der Gemeinde.
Ihr Grundstück verdankt
die Pauluskirche übrigens der Zehlendorferin Sidonie Scharfe.
Sie machte es der Kirchengemeinde am 30.April 1894 "für
den Bau einer neuen Kirche und eines neuen Pfarrhauses"
zum Geschenk. Das Grab der "Wohltäterin Zehlendorfs",
die auch das noch bestehende Sidonie-Scharfe-Stift - heute eine
Seniorenwohnanlage für Frauen - gründete, befindet
sich an der Kirchmauer der Alten
Dorfkirche.
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